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Warum also Restaurieren ?

Eine verantwortungsvolle Restaurierung schützt ein Objekt vor weiteren Verfall. Kunstwerke sind, wie alles im Leben, dem Zahn der Zeit unterworfen. Entstanden in der Vergangenheit, sind sie Zeugnisse der Geschichte, die Einblicke in jene Zeit geben. Als solche Botschafter unserer Kultur und sind sie wertvoll und deshalb erhaltenswert. Ihr Wert steigt mit voranschreitender Zeit: je mehr kaputt geht , desto wichtiger wird jedes einzelne Stück. Eine Aktie mit natürlich steigendem Wert. Natürlich nur, in einer Gesellschaft, die nicht nur in der Gegenwart lebt, sondern mit Vergangenheit und Zukunft bewusst umgeht. Auch nachfolgende Generationen möchten diese Zeugnisse der Vergangenheit betrachten und begreifen, was und mit welch großen Können Jahrzehnte und Jahrhunderte vorher große Meister geschaffen haben. Eine verantwortungsvolle Restaurierung verfälscht solche Kunstwerke nicht und versucht sie nicht zu Schönen. Dies sind Wertmindernde Eingriffe. Mit  traditionellen Handwerkstechniken  können Schäden behoben werden. Eine Dokumentation macht diese Eingriffe transparent. Eine gute Restaurierung erhält immer ein Kunstwerk als Botschafter der Vergangenheit und schützt das Werk vor weiterem Verfall. Das ist eine museale Betrachtungsweise, die für Museen und dem Denkmalschutz tragend sind. Diese Beispiele hier sind einige Auszüge meiner Arbeiten im Laufe der vergangenen Jahre.                   

Gewinnung von Schellack

Hauptsächlich in Süd- und Südostasien und hier speziell in Indien und Thailand wurde früher Schellack in großen Mengen gewonnen. Um ein Kilogramm Schellack zu ernten, benötigt man rund 300.000 Lackschildläuse. Die Jahresproduktion belief sich auf etwa 50.000 Tonnen. Auf Bäumen wie Pappelfeigen lebende Lackschildläuse ernähren sich von den Pflanzensäften dieser Bäume. Sie stechen den Baum an, nehmen seinen Saft auf und scheiden die harzartigen Substanzen desselben wieder aus, die dann die Laus umschließen. Die jungen Läuse entwickeln sich geschützt in dieser Harzblase und bohren sich nach einiger Zeit durch das Harz. Diese Harzabscheidung ist das Ausgangsprodukt für die Schellackgewinnung. Die harzig verkrusteten Zweige werden abgeschnitten, gesammelt und das Harz vom Holz getrennt. Der Rohstoff wird gemahlen und gewaschen und in der Sonne getrocknet. Nach Meyers Konversations-Lexikon von 1888 wurde der Schell-Lack (damals noch so geschrieben) in Indien gewonnen, indem der rohe oder durch Auswaschen mit Wasser vom Farbstoff befreite Gummilack in Säcken auf etwa 140 °C erhitzt wurde und das abfließende Harz auf Bananenblättern oder Tonröhren in einer dünnen Schicht erstarrte. Der Schellack kam in kleinen, dünnen, eckigen, tafelartigen Bruchstückchen, aber auch in Form von Kuchen (Kuchenlack) oder Klumpen (Klumpenlack) in den Handel. Eine weitere Form waren meist runde, einige Liniendicke, wenig durchscheinende, braunrote, sehr glatte Tafeln von reiner Masse (Blut-, Knopfschellack). Schellack kann gebleicht werden, indem man ihn in Sodalösung löst, mit Chlorkalk gemischt dem direkten Sonnenlicht aussetzt, durch Salzsäure fällt und gut auswäscht.

Abgeschlossene Projekte  nach der Restaurierung.....

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